//Wirf die Flinte nicht in´s Korn

Wirf die Flinte nicht in´s Korn

Von |2017-03-21T00:09:23+00:00Oktober 16th, 2015|01: am Anfang steht die Idee|0 Kommentare

Wirf die Flinte nicht in´s Korn…

…dachten wir uns am nächsten Tag. Auch wenn wir den ersten Express Entry Test nicht erfolgreich absolviert hatten, da muss es doch weitere Möglichkeiten geben, um nach Kanada zu kommen! Also nehmen wir uns wieder das Notebook und lesen uns durch die vielen Informationen der offiziellen Webseite. Leider nicht sehr ergiebig, denn die weiteren Immigration Streams kommen für uns nicht in Frage.

  • Canadian Experience Class – nein, wir haben keine Arbeitserfahrung von mindestens 12 Monaten in Kanada. Die wollen wir uns doch erst holen…
  • Business Immigration Program – auch das kommt für uns nicht in Frage, was wir nach dem Lesen der Bedingungen (viel Geld investieren!) mit länger werdenden Gesichtern feststellen.
  • Federal Skilled Trades – genauso wenig wie die ersten beiden Programme, kommt dieses für uns in Frage. Wir sind keine Leute mit einem handwerklichen Beruf.
  • Family Sponsorship – das funktioniert nur, wenn man bereits sehr nahe Verwandte (sehr eng gefasst) in Kanada hat. Haben wir nicht.
  • Start-up Visa – Ein Business in Kanada gründen und Jobs schaffen. Das würden wir wohl gern, wenn wir wüssten, wie wir es anstellen sollen.
  • Refugees – Hier müssten wir durch eine private Sponsorengruppe gesponsert werden. Und außerdem von der United Nations Refugee Agency (UNHCR) als Flüchtlinge anerkannt sein. Deutsche als Flüchtlinge?

Es ist zum Haare ausraufen! Wer hatte behauptet, dass es relativ einfach wäre, nach Kanada auszuwandern? Hier machen wir unsere ersten Erfahrungen mit dem Missverhältnis von (marketingmäßig aufbereiteter) Wunschwelt in den Medien und der harten Realität. Und es zeigt sich auch, dass viele Webseiten mit dem Thema „Auswanderung nach Kanada“ schon genau hier Halt machen und immer nur die gleichen Informationen geben: 1.Es gibt verschiedene Gründe auszuwandern. Und 2. Wer das vor hat, sollte es sich gut überlegen. Das war´s dann aber auch schon.

Wie also weiter?

Einen Punkt der Webseite der Regierung haben wir bisher noch nicht betrachtet. Und dieser soll sich als der sprichwörtliche Strohhalm erweisen:

heißt das Zauberwort. Hierfür braucht man doch nur durch eine der kanadischen Provinzen oder ein Territorium für das jeweilige Einwanderungsprogramm nominiert werden. Ist dies erfolgt, kann man sich dann damit für den Permanent Resident Status bewerben. Bloß, wie wird man denn durch eine Provinz oder ein Territorium nominiert?! Die Suche ergibt, dass jede Provinz unterschiedliche Bedingungen für ihr PNP eigenverantwortlich festlegen kann. Welche Kriterien aber wie genau gewichtet werden, erfahren wir nicht. Dafür aber, dass zum Zeitpunkt unserer Recherche die meisten Provinzen ihr PNP für 2015 bereits seit längerer Zeit eingestellt haben. Grund? „Wegen der anhaltend hohen Nachfrage und der Vielzahl an Bewerbungen wurde das PNP für die Provinz….. (hier kann der Leser jede beliebige Provinz einsetzen, vorzugsweise British Columbia, Ontario und Alberta) geschlossen.

Zu diesem Zeitpunkt glaubt keiner von uns mehr daran, dass wir eine – wie auch immer geartete – Chance haben, auf legalem Weg nach Kanada zu kommen.


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