Unser Abreisetag stand im Zeichen von Chaos und Anarchie.
Dieses Mal war es eine Gewerkschaft namens ver.di, die mit allzu großzügiger Auslegung des Streikrechts die halbe Nation in die Geiselhaft für (zumindest in Teilen) fragwürdige Forderungen nahm.

Ich will die unendlichen Sorgen, Telefonate und den ganzen Stress vor dem Abflug hier nicht noch einmal episch ausbreiten. Was wir in der Zeit fühlten, kann man mit Worten sowieso nicht beschreiben. Was waren wir froh, dass uns unsere beiden Söhne noch tatkräftig unterstützten.

Nur so viel: es gelang mir, den bestreikten Flug von DRS nach MUC am 15.01. einen Tag vorzuverlegen. Auch ein Hotel in der in dieser Zeit vom Messevirus und den entsprechend hochtemperierten Zimmerpreisen geplagten Stadt München für 5 Personen mit Kleinkind ergatterte ich.

Die Krönung des Ganzen war eigentlich nur, dass am 14.01., also dem Tag des Abflugs, das vereinbarte Taxi zur Abholung nicht erschien.

Da standen wir nun mit unserem riesengroßen Haufen Gepäck.

Koffer im Schnee

Natürlich musste es passenderweise auch noch heftig schneien. Ein Anruf bei der Taxizentrale ergab, dass sie der eigentlich einfachen Aufgabe einer Umbuchung nicht gewachsen waren und das Taxi auf einen Tag später umgebucht hatten.

Ihr könnt Euch vorstellen, dass es ein besch…. Gefühl ist, wenn der CheckIn (Baggage drop off) Schalter in einer Dreiviertelstunde schließt und man davon mind. 20 Minuten zum Flughafen benötigt, nur das Taxi weit und breit nicht zu sehen ist.

Gut. Am Ende hat alles geklappt, auch, weil sich der Abflug auf Grund einer Verspätung verzögerte. Die erste Hürde, trotz Streiks nach MUC zu kommen, haben wir somit erfolgreich genommen.