Rund um Vernon

Ich hatte zwangsläufig über mehrere Tage kein richtig funktionierendes Internet. Der Anschluss im neuen Haus musste erst freigeschaltet werden. Natürlich ging das Freischalten nicht ohne die mittlerweile gewohnten Pannen ab, aber das macht uns nichts aus. Wir werden einfach nur geduldiger.

Ich nutzte ich die Gelegenheit, bei unseren zahlreichen Ausflügen mal wieder meine geliebte Canon DSLR hervorzukramen und einige „anständige“ Bilder zu schießen. Wobei ich die Bilder vom iPhone für „zwischendurch“ gar nicht so schlecht finde. Aber mit einem richtigen Objektiv hat man eben doch mehr Möglichkeiten.

Da es so viel zu entdecken gibt, sind wir jeden Tag auf Achse. Und wirklich jede Gegend, jeder Ausflug bringt wieder neue Highlights. Wir kommen aus dem Schauen und Staunen gar nicht heraus.

Rund um Vernon

Rund um Vernon führen einige Trails, so dass man hoch über den Dächern einen herrlichen Blick hat. Wir wählten für unseren Spaziergang den Trail unterhalb des Turtle Mountains genannten Stadtteils.

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Trailhead

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Blick zum Swan Lake

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Blick auf BX

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Adler haben wir hier überall.

Silver Star Resort

Das Silver Star Resort ist ein 25 km entfernt gelegenes Skigebiet. Aber auch im Sommer gibt es hier unzählige Wanderwege entlang an saftigen Almwiesen und durch dichte Wälder. Weit entfernt sieht man die weißen Gipfel der Rockies. Ein Ranger zeigte uns kurz vor dem Loslaufen eine Bärenfamilie, leider war sie zu weit weg. Schade. Da müssen wir auf unseren ersten Bear Encounter noch etwas warten. Bemerkenswert war der Temperaturunterschied: wir fuhren bei angenehmen 20 Grad los, aber im Resort waren es nur noch 8 Grad. An den Wegrändern lagen sogar noch einige Schneereste. Beeindruckend auch die Fahrwege für Mountainbikes: über Brücken und enge Schluchten geht es rasend bergab. Ich bin nicht sicher, ob ich so eine Fahrt unternehmen würde. Das ist eher etwas für Waghalsige. Wer keine Mountainbike hat, kann sich für die Tagesgebühr von $150 eines ausleihen.

Shuswap Falls

Fährt man von Vernon aus nach Osten, liegen in ca. 40 km Entfernung die Shuswap Falls, welche nach dem gleichnamigen Fluss benannt sind. Einstmals stürzten hier die Wassermassen aus einer Höhe von 21 m hinunter in das Tal. Bis der Mensch sich die Kraft des Wassers für Elektrizität nutzbar machen wollte und an eine Seite des Canyon eine Staumauer klebte. Dahinter ein riesiges Rohr packte, durch welches der Fluß nun zum Teil gezwungen wurde. Der Fluß muss nun zweigeteilt seinen Weg zu Tal finden: links sind immer noch ein paar Wasserfällchen zu sehen, rechts muss er durch das Rohr. Dass das in der Landschaft nicht besonders schön aussieht, kann man sich sicher vorstellen. Wenn man aber die menschgemachten Verschandelungen durch entsprechende Motivwahl weglässt, dann ergeben sich schöne Bilder, die der ursprünglichen Wildnis gerechter werden.

Was man auf den Bildern nicht sieht, sind die kleinen, aber fiesen Mücken, die uns den ganzen Weg über begleiteten. Deren Stiche spürt man noch nach Tagen. Zum vollkommenen Glück hätte uns jetzt nur noch ein Bär gefehlt, natürlich möglichst auf der anderen Flussseite. Aber der Bär hatte auch diesmal keine Lust. Was zu diesem Ausflug noch zu sagen ist: kaum ist man 40 km von einer größeren Stadt entfernt, befindet man sich zivilisationstechnisch absolut im Niemandsland. Kein Mobilempfang. Die Navi-Karte von google maps zeigt nur noch verschwommene Schemen an. Irgendwann hört der Asphalt auf und weicht einer holprigen Gravel Road. Steigt man aus dem Auto, herrscht tiefste Stille, welche nur von dem hysterischen Sirren der Mücken gestört wird. Kaum zu glauben, dass man so nah an der Zivilisation schon im Outback ist. Und hier und da stehen Schilder, die auf den Verkauf von 80-100 acre großen Grundstücken hinweisen. Würde man ja gerne, aber so weit von allem Menschlichen entfernt?

Sonnenuntergänge

Zu guter Letzt noch einige Bilder mit Sonnenuntergängen, welche wir hier immer wieder bewundern dürfen. Die Sonne taucht die Hänge in goldenes Licht und wenn so wie neulich noch ein Gewitter dazu kommt, gibt das ganz besondere Stimmungen.

2 Comments

  • Reisezottel

    Hi Joe, sieht ja alles sehr schön aus! Wie geht es Euch denn im neuen Zuhause? Eingelebt habt Ihr Euch wohl noch nicht!?

    Alles Gute für,die ganze Familie

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    • Joe Post author

      Danke Reisezottel, es geht uns gut und wir sind kräftig am Einleben. 🙂
      Gerade heute haben wir darüber gesprochen, dass uns die Umstellung nicht schwer gefallen ist und dass wir Deutschland seit dem halben Jahr, das wir nun weg sind, überhaupt nicht vermissen.
      VG, Joe

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