Ich will mal auflösen, was aus unserem so sehr interessierten Käufer und seinem Gegenangebot geworden ist.

Kurz und knapp: veralbern kann ich mich alleine. Vielleicht wollte der werte Herr mich etwas aufmuntern. Der meinte, mir ein Gegenangebot unterbreiten zu müssen, das sage und schreibe 150.000 Euro unter unserem, durch den Makler ermittelten, Verkaufspreis für das Haus lag.

Das ist in etwa so, als ob ich mir im Autohaus ein Neuwagenangebot für 65.000 € zusammenstellen lasse. Nach großer Wichtigtuerei und dem Heucheln von größtem Interesse schreibe ich dem Händler tags darauf eine SMS und biete ihm an, den Wagen für 40.000€ zu kaufen. Und das gleich morgen. Wetten, ich kriege den Wagen?!

Nun ist es nicht so, dass der Markt unserer Heimatstadt überquillt von guten Angeboten für Häuser oder Baugrundstücke. Im Gegenteil. Der ist ziemlich leergefegt. Es gibt also schlicht keine Notwendigkeit, einen so enormen Nachlass zu bieten. Schon gar nicht beim allerersten Interessenten.

Also, Haken dran. Mit höflichen, aber deutlichen Worten habe ich dem Herrn geantwortet, was ich davon halte. Nämlich nichts. Kommenden Freitag haben wir weitere 3 Interessenten zur Besichtigung da.

Schneechaos und Streik vorhergesagt

Heute fielen bei uns über 30 cm Neuschnee. Genau das Wetter, was sich Frank Sinatra zu Weihnachten gewünscht hätte. Zugegeben, es sieht einfach bezaubernd aus, wie die Landschaft unter dickem, weißem Puderzucker liegt. Unser kleiner Wicht hingegen schaut mächtig skeptisch durch die Gegend. Klar, das hat er in seinem jungen Leben noch nicht gesehen. Er kuschelt sich sicherheitshalber in den Arm, falls der Schnee doch seltsame Anstalten machen sollte.

Schneepracht

Uns hingegen bereitet die Wettervorhersage ein leichtes Stirnrunzeln. Zwar soll es am Wochenende wieder wärmer werden und sogar etwas regnen. Aber für den Abflugtag, nämlich nächsten Dienstag, sind neue Schneeschauer angekündigt. Nicht nur in Dresden, sondern auch in Bayern. Unser Routing geht über München.

Zu allem Überfluss nimmt die Gewerkschaft Verdi morgen an den Flughäfen Düsseldorf, Köln und Stuttgart wieder massenhaft Passagiere in Geiselhaft für ihre Forderungen. Nicht auszudenken, wenn sie die Streiks auf München und Frankfurt ausweiten. Ich bin kein Freund von solchen Maßnahmen, da ich bereits mehrfach Leidtragender dieser Aktionen war.

Es wäre wirklich bitter, wenn jetzt, so kurz vor Abflug, noch durch Wetter- oder Streikkapriolen unser Abflug gefährdet würde.