Einleben in Vernon

Na ja, Einleben kann man es nicht wirklich nennen. Unser Leben hier in Vernon fühlt sich im Moment mehr als eine Art Urlaub an, da wir im Hotel wohnen. Unser Haus können wir erst am 01. Juli beziehen. Ausgerechnet am 1. Juli, dem Canada Day. Den Ehrentag seines Landes patriotisch zu feiern hat hier offensichtlich wesentlich mehr gesellschaftliche Akzeptanz als in Deutschland. Da legt man ja eher demonstrativ eine Deutschlandfahne aus der Hand.

Die Stadt hat sich hübsch gemacht. Überall wehen Canada Flaggen (das tun sie auch sonst, aber jetzt sind es noch viel mehr). Die örtliche Feuerwehr hat ein Drehleiterfahrzeug (heißen die so?) auf einen öffentlichen Platz gestellt, die Leiter weit ausgefahren, oben prangt eine Fahne. Im Polson Park, der innerstädtischen Grünfläche, wo morgen jede Menge Aktivitäten zur Feier des Tages stattfinden, hat man schön festlich geschmückt. Wir sind gespannt, wie es ist, wenn sich die Einwohner um 12:15 Uhr treffen, um gemeinsam die Nationalhymne „Oh, Canada“ zu singen.

Wir erkunden die Umgebung

Die vergangene Woche haben wir dazu genutzt, unsere neue Heimatstadt Vernon und auch die umliegende Natur zu erkunden. Wir sind froh, eine deutsche Bäckerei und einen „Mediterranean Market“ gefunden zu haben, wo man unverzichtbare europäische Lebensmittel wie Brot und Wurst und sogar Katjes-Lakritz bekommen kann. Und das zu sogar ganz humanen Preisen.

Die Natur ringsumher bietet jede Menge Wanderpfade mit immer wieder schönen Ausblicken. So gingen wir einen Trail, der oberhalb der Stadt entlang führt und dann einen anderen, der uns an die Spitze einer Halbinsel im Kalamalka Lake führte. Keine Frage, dass wir hier in der Wildnis sind: es wird vor Bären gewarnt (hatten wir erwartet), aber auch vor Klapperschlangen (das wiederum hatten wir nicht gedacht). Die Spitze des Trails am Kalamalka Lake heisst so auch zutreffend „Rattlesnake Point“. Sogar wildwachsende Kakteen haben wir gefunden. Diese Flora und Fauna ist dem milden, halbwüstenartigen Klima des Okanagan Valley geschuldet.

Dennoch gibt es hier durchaus schneereiche Winter, fast garantiert „White Christmas“ und 25 km von uns entfernt liegt das „Silver Star Resort“, ein beliebtes Ziel für Ski- und Snowmobilfahrer. Auch diesem Resort statteten wir schon einen Besuch ab. Und an einem verregneten Donnerstag nutzten wir die Gunst der Stunde und fuhren in das etwa 60 km entfernte Urlaubsstädtchen Salmon Arm. Auch hier wunderbare Natur.

4 Comments

  • Jacky

    Ach wie schön,da wäre ich jetzt wirklich auch gern.Vernon hat uns mit Salmon Arm am besten gefallen.Es gibt in Vernon auch einen deutschen Fleischer,ich glaube der hieß Helmuts sausage…LG aus D

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    • Joe Post author

      Hi Jacky,
      Ja, die Deutschen Geschäfte hier haben wir schon ausgekundschaftet. Auch die Bäckerei.
      Im Superstore gibt es zudem eine gute Selektion deutscher Wurst von der Fa. Freybe.

      Salmon Arm ist ganz nett, aber unserer Meinung nach zum Leben zu weit ab vom Schuss.

      VG, Joe

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  • Regina

    Hammer schöne Aufnahmen da verstehe ich das ihr Urlaubsfeeling habt :):):)
    Alles richtig gemacht 🙂
    Ja Canada Day ist schon was besonderes waren bei der 150 Jährigen Feier dabei es ist einfach ansteckend da mitzufeiern 🙂
    Ich hoffe das ihr gut ins Haus gezogen seid und alles reibungslos geklappt hat.

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    • Joe Post author

      Hallo Regina,
      Ja, es hat alles reibungslos geklappt, worüber wir sehr froh sind. Die Aufnahmen spiegeln leider nur zum Teil die Realität wieder. Tatsächlich würde ich am liebsten an jeder zweiten Straßenbiegung anhalten, um Bilder zu knipsen. Ob wir uns jemals an diese Schönheit gewöhnen werden? Ich weiß es nicht.
      Viele Grüße, Joe

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