Ein weiterer Meilenstein: Haus wurde verkauft

Heute gab es ein vorzeitiges Ostergeschenk: Unser Haus in Deutschland wurde verkauft. Der Notartermin ging problemlos über die Bühne, einige Stunden nach dem Termin wurde der Kaufvertrag samt Genehmigungserklärung an uns und das Deutsche Honorarkonsulat in Winnipeg verschickt.

Wir hatten in Erwartung des Notartermins bereits vorsorglich einen Termin mit der Honorarkonsulin für heute vereinbart. Nachdem die Unterlagen fristgerecht eingegangen waren, setzten wir uns nach dem Mittagessen in’s Auto und fuhren die paar Kilometer nach Winnipeg. Ist schon merkwürdig, wie schnell man sich an die Entfernungen gewöhnt. Der Kleine schlief auf dem Hinweg, so dass wir ganz ungestört die Sonne über der Prairie und die Weite genießen konnten.

Das Honorarkonsulat ist im Zentrum Winnipegs in einer älteren Mall gelegen. Hier gibt es jedoch kaum Geschäfte, sondern eher Ämter und Behörden. Uns erstaunte die etwas barocke Pracht des Gebäudes, was so gar nicht zu den sonst eher nüchternen und langweiligen Fassaden Winnipegs passen will.

Der Termin verlief völlig unkompliziert. Wir unterschrieben die bereits vorher ausgedruckte Genehmigungserklärung, die Konsulin beglaubigte die Unterschrift und das war es auch schon. Am längsten dauerte der Weg zum ATM (Geldautomat), wo ich die $380 Gebühren für die Beglaubigung abhob. Nach einem kurzen Plausch waren wir auch schon wieder auf der Straße.

Nun hatten wir Zeit, um noch verschiedene Sachen zu erledigen. Zuerst einmal schafften wir die beglaubigten Papiere zum UPS-Store und für die stolze Summe von $70 verschickte ich die Dokumente nach Deutschland. Dafür kann man aber auch sicher sein, dass sie nach Ostern beim Notar vorliegen. Seit dem Ding mit unseren Einreisepapieren in Amerika traue ich den Postdiensten der diversen Länder nicht mehr so richtig.

Dann statteten wir einem „deutschen“ Laden in der Nähe einen Besuch ab, leider mit sehr magerer Ausbeute (4 Wiener Würste, die absolut chemisch und gar nicht nach Wienern schmeckten, eine Tütensuppe und eine Packung Sesamstangen). Das hätten wir uns sparen können, aber nur Erfahrung macht klug. Zum Schluß fuhren wir noch in unseren Lieblingsbuchladen McNally Robinson im Grant Park Shopping Centre und hatten das Glück, für den Kleinen ein paar weitere Bilderbücher zu bekommen. Er liebt es, sich die verschiedenen Bücher immer und immer wieder anzuschauen und langsam wurde es Zeit für etwas Abwechslung.

Eine sehr ruhige und angenehme Rückfahrt in der Abendsonne beschloss diesen Tag. Wir sind so froh, dass unser Haus jetzt verkauft ist. Fehlt nur noch der Rest von dem Grundstück, das muss nun auch noch verkauft werden. Aber die Makler sind da dran.

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