Ich muss die nächsten Posts mal im Schnelldurchlauf abhandeln, da einfach zu viel passiert ist in der letzten Zeit. Heute geht es um den US Zoll und die US Post, beides in meinen Augen Institutionen mit einem gewissen „Hochachtungspotential“.

Nun sind wir mit beiden Institutionen näher in Berührung gekommen und der Glanz bröckelt etwas. Gelinde gesagt. Im letzten Post hatte ich ja schon berichtet, dass unsere Landing Documents für Kanada beim Zoll in New York liegen. Wenn die es darauf angelegt haben, mich nervös zu machen – das haben sie geschafft. Es ist schon ein blödes Gefühl, wenn so wichtige Papiere, noch dazu mit ExpressPost versandt, einfach mal 9 Tage beim Zoll liegen. Und keiner weiß, warum. Sonntag, 17.2., kommt nun die erlösende Statusänderung in der Tracking-App: „Customs has released item to post office. Status change Saturday, February 16th“.

Mir fällt ein Stein vom Herzen. Wenn also am 16.2. die Papiere Richtung Post freigegeben wurden, kann es doch jetzt nicht mehr allzu lange dauern? Wir haben ja hier in Cape Coral auch nur noch bis nächsten Donnerstag, bevor wir nach Miami aufbrechen müssen.

Zu dieser Zeit weiß ich noch nicht, dass auch die US Post langsam arbeitet. So ändert sich der Status der Sendung nicht am Sonntag, auch nicht am Montag, 18.02. Bis zum Abflug am 23.02. bleibt nicht mehr viel Zeit. Montag ist auch noch „Presidents Day“ und da wird auch nicht gearbeitet bei der Post, so sagt man mir jedenfalls.

Am Dienstag, 19.02. und späterer Vormittag dann eine Statusänderung: „Item has arrived at Distribution Center in Florida, Kissimmee“. Endlich, endlich sind die Papiere wenigstens in Florida und laut Tracker sollen sie bis Dienstag abend, 20:00 Uhr ausgeliefert werden. Dumm nur, dass wir nicht mehr in Orlando, der Zieladresse der Sendung sind.

Um 14:00 Uhr dann in der Tracking-App: „Item has been delivered“. Ich schwinge mich an das Telefon und rufe im Resort in Orlando an. Ja, die Sendung ist endlich eingetroffen.

Nachdem wir den Nachmittag entspannt am Strand des Lovers Key State Park verbracht haben (dazu gibt es im Reisebericht noch einen extra Beitrag), mache ich mich um 20.00 Uhr auf die 300km lange Strecke nach Orlando. So ganz ohne Familie kann ich mal die Bose-Musikanlage unseres GMC aufdrehen und begleitet von Deep Purple cruise ich durch die laue Florida-Nacht. Einfach unwirklich. Was mache ich hier bloß?

Im Resort in Orlando werde ich bereits erwartet. Die Übergabe der Sendung ist schnell erledigt. Noch einige Sachen auf dem Drucker des Ferienresorts ausgedruckt und schon befinde ich mich auf dem Rückweg über die I-4 und I-75 nach Cape Coral. Die Straßen werden immer leerer, an die Geschwindigskeistbegrenzung von 70 MpH hält sich auch niemand und ich passe mich der Fahrweise der übrigen, wenigen Verkehrsteilnehmer an. Mit 85 MpH düse ich zurück und bin gegen 2 Uhr „zu Hause“. Geschafft! Die Papiere haben wir nun jedenfalls, es sind relativ simple Ausdrucke mit Barcode und unseren Daten drauf. Beim Betrachten denke ich, dass man diese paar Papiere auch viel früher und einfacher schon austellen hätte können? (Der Deutsche hat aber auch immer was zu meckern… 😉 )