Das Medical

Von |2018-07-11T14:56:44+00:00Mai 14th, 2018|05: Antragsbearbeitung CIC|0 Kommentare

Das Medical

Nach einer sehr durchwachsenen Nacht sind wir heute um 06:30 Uhr aus den Federn gefallen. Nicht, dass uns das Medical zu sehr beschäftigt hätte. Nein, das Zimmer war einfach sehr stickig. Die Fenster konnten wir aus Sicherheitsgründen (4. Stock) nur kippen und wenn sie gekippt waren, hörte man den Verkehrslärm der unten vorbeiführenden Straße sehr stark. Großstadt eben. Die Klimaanlage war auch keine Alternative. Selbst in der geringsten Stufe machte das Gebläse so einen Lärm, dass an Schlaf nicht zu denken war.

Trotzdem waren wir guten Mutes, hatten ein schönes Frühstück, packten unsere Sachen und machten uns um 7:45 Uhr auf den Weg in die 6 km entfernte Arztpraxis, wo das Medical durchgeführt wurde. Termin um 08:30 Uhr, eine Dreiviertelstunde sollte also locker reichen. Tatsächlich haben wir die Zeit aber voll ausgeschöpft, Ampeln, Baustellen und Parkplatzsuche ließen die Zeit nur so verrinnen. Am Ende hatten wir einen Parkplatz zwei Querstraßen von der Praxis entfernt gefunden. Wir freuten uns wie Schneekönige (wer Frankfurt/Main kennt, weiß, warum). Nur, um im nächsten Augenblick von einer Anwohnerin darauf aufmerksam gemacht zu werden, dass wir im Parkbereich für Anwohner stünden und ob wir denn bitteschön einen Anwohnerparkausweis hätten? Hatten wir natürlich nicht. Wir blieben dennoch da und gingen zur Praxis, das Auto konnte ich später zum Glück im Innenhof der Praxis parken. Nun zum Ablauf des Medical:

1. Aufnahme

An der Rezeption erhielten wir eine Nummer und wurden in das Wartezimmer geschickt. Nach kurzer Zeit waren wir schon dran. Ich sollte mit allen Unterlagen in das Büro einer Angestellten kommen. Dort wurde für jeden von uns gleich online unser Case aufgerufen (das System dahinter heißt eMedical), die persönlichen Daten wurden überprüft/ergänzt und die Pässe geprüft. Dann musste ich für mich und die beiden Kinder Einverständniserklärungen unterschreiben sowie das Formular mit der IME Nummer abgeben. Es wurde ein Foto von mir und meiner Tochter, später auch von Lilly und unserem Jüngsten gemacht. Die wurden dann auch noch in der Akte hinterlegt. Anschließend stellte mir die Dame grundlegende medizinische Fragen („hatten Sie schon einmal TBC, nehmen Sie Drogen, wenn ja, welche OP hatten Sie bereits usw.) Nach dieser eher bürokratischen Prozedur ging es in

2. Das Labor

Das Labor war kurz und (fast) schmerzlos. Urinprobe abgeben, einmal bitte hier zur Blutentnahme, dann bitte Kabine 2, Oberkörper entkleiden, Röntgenbild vom Brustkorb anfertigen und fertig. Völlig unspektakulär und nach  20 Minuten waren wir damit durch. Episode am Rande war ein Jüngling, der während unsere Anwesenheit im Laborbereich Unmengen des bereitgestellten Wassers trank, wohl, um seine Urinprobe abgeben zu können.

3. Generaluntersuchung durch die Ärztin

Und auch hier hatten wir wieder Glück mit der Wartezeit. Nach wenigen Minuten rief uns die Ärztin in ihr Büro, gleich alle 4 auf einmal. Zuerst musste ich den Sehtest absolvieren. Da ich schlecht geschlafen hatte, sah ich nicht besonders gut. Obwohl ich sonst ohne meine Brille auskomme, war ich froh sie diesmal dabei zu haben. Sonst wäre ich wohl durch den Sehtest gerauscht. Mit Brille aber kein Problem und es wurde auch nur ein Auge getestet. Danach Blutdruckmessung, kurze Untersuchung des Körpers, nichts Spektakuläres. Nach mir kamen dann alle anderen in der gleichen Reihenfolge mit den Untersuchungen dran, unser Jüngster wurde kurz einmal gecheckt („oh, der will ja schon sitzen und oh, der ist ja schon weit, der Prachtkerl“). Dann gab es unsere Papiere zurück und nach sage und schreibe 2 Stunden waren wir mit unserem Check komplett durch.

Unsere Rückreise verlief so problemlos wie die Hinfahrt kompliziert war. In rekordverdächtigen 3,5 h hatten wir die 470 km nach Hause hinter uns gebracht und saßen am frühen Nachmittag schon wieder im Garten.

Fazit: Das Medical ist nichts Weltbewegendes. natürlich bekommt man nicht gleich gesagt, ob man es bestanden hat, denn die Ergebnisse des Labortests kommen ja erst später und die endgültige Entscheidung wird auch nicht durch die Ärztin, sondern durch die Botschaftsmitarbeiter getroffen. Nun heißt es etwas abwarten, ob evtl. noch Nachfragen kommen. Hören wir ca. 2-3 Wochen nichts mehr, kann man davon ausgehen, dass wir das Medical bestanden haben. Und dann…..? Kommt eigentlich die Aufforderung, die Pässe einzuschicken um das PR Visum auszustellen. Wir sind gespannt.

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