//Canada 2017 – Prärie und Rockies / Tag 7

Canada 2017 – Prärie und Rockies / Tag 7

Von |2018-07-11T14:56:44+00:00Mai 15th, 2017|Reise: Canada 2017 - Prärie und Rockies|0 Kommentare

Canada 2017 – Prärie und Rockies / Tag 7

Wie versprochen, geht es heute mit dem zweiten Teil meines Reiseberichtes weiter. Nachdem wir den vergangenen Freitag – Tag 6 – bei unseren Verwandten in La Broquerie, einem kleinen Ort 80 km südöstlich von Winnipeg, verbracht haben, fahren wir heute – am Tag 7 – nach einem ausgiebigen Frühstück nach Winnipeg. Von dort geht unser Flug mit WestJet nach Vancouver. Wir müssen unser Auto schon um 11 Uhr am Flughafen abgeben. Die Fahrt nach Winnipeg verläuft bei schönstem Sonnenschein ohne Zwischenfälle und Winnipeg empfängt uns so freundlich, dass ich hier noch mal 2 Bilder nachschiebe.

Bei Sonnenlicht betrachtet ist es nun doch gar nicht mehr so grau. Und da wir nun schon einige Male durch die Stadt gefahren sind, kennen wir uns auch schon einigermaßen aus, so dass die Stadt auch nicht mehr so fremd wirkt.
Das Auto wird noch vollgetankt und dann rollen wir pünktlich kurz vor 11 Uhr bei der Mietwagenrückgabe vor. Schnell alle Sachen aus dem Auto geholt, ein kurzer Blick zurück und fast ist das Abenteuer Prärie Geschichte. Aber nur fast. Denn es sollte noch ein kleiner emotionaler Höhepunkt kommen.Wir checken unsere Koffer am Self-Service Kiosk wie gewohnt ein und legen sie nach einer kurzen Kontrolle auf das Förderband. Dann schlendern wir in aller Gemütlichkeit zum Security Check. Wir haben noch fast 4h Zeit bis zum Abflug. Die Schlange an der Security ist nicht allzu lang, wie gewohnt packen wir Laptop und Mobiltelefone neben all den anderen Sachen in die Boxen zum Durchleuchten und als ich in Richtung Scanner schreite, durchfährt es mich siedend heiß: Ich habe vergessen, mein Taschenmesser vom Gürtel abzunehmen. Man sollte meinen, dass ich als Vielflieger weiß, was man mit in die Kabine nehmen darf und was nicht, aber heute habe ich total gepennt. Schnell nehme ich das Messer ab und lege es noch mit in die Box zu den anderen Sachen, in der Hoffnung, dass es irgendwie durchgeht. Tut es natürlich nicht. Ich werde heraus gebeten und die freundliche Dame sagt bestimmt, dass das Messer konfisziert werden muss.

Eigentlich ist es nur ein Schweizer Taschenmesser, aber es hat für mich einen sehr emotionalen Wert, da es ein Geschenk meiner Frau von vor über 23 Jahren ist und es mir schon in manch einer mißlichen Situation geholfen hat. Ich spüre, wie mir die Kehle eng wird. Natürlich weiß ich, dass ich das Messer nicht mit in die Kabine nehmen darf. Aber dass ich mich auf so dumme Art und Weise davon trennen soll….. Die Security Dame schaut sehr mitleidig, bleibt aber hart. Mein Sohn versucht mich zu trösten, aber mir zieht es buchstäblich den Boden unter den Füßen weg und ich kann meine Tränen nicht zurückhalten.

Ich mache es kurz: die Security Dame hat hat meinen Gefühlsausbruch beobachtet, kommt nach ein paar Minuten zu uns und fragt, ob es nicht möglich wäre, dass wir einen unserer beiden Rucksäcke noch mit in das Aufgabegepäck geben. Sie würde mich zurück durch die Security geleiten, mir draußen das Messer geben und ich solle dann zurück an den Schalter und den Rucksack noch aufgeben. So machen wir es auch. Der kleine Rucksack meines Sohnes wird am Schalter abgegeben. Das kostet $36 an zusätzlichen Gepäckgebühren. Aber egal, das Messer ist nicht verloren.

Nach diesem nicht ganz unerheblichen Eingriff in mein Wohlbefinden ist die Wartezeit auf das Boarding und den Abflug fast schon eine Erholung. Pünktlich heben wir ab und haben einen grandiosen Flug über das westliche Kanada, mit Blicken auf den Lake Manitoba (wir finden sogar unsere Stelle, an der wir am Ufer standen, wieder) und später auf die Rockies.

Flight to Vancouver

Flight to Vancouver
Winnipeg von oben

Flight to Vancouver
Lake Manitoba

Flight to Vancouver

Flight to Vancouver


Über den Rockies

Flight to Vancouver
Landung Vancouver

Flight to Vancouver

Flight to Vancouver
Vancouver Airport

Vancouver ist einer meiner Lieblingsflughäfen. Irgendwie hat er etwas sehr Familiäres. Und nachdem wir schon im letzten Jahr hier waren, ist es fast wie Nach-Hause-kommen. Wir holen unser Gepäck ab und begeben uns zum Mietwagenschalter. Ein freundlicher junger Mann nimmt den Voucher von Rentfox entgegen, auch hier keinerlei Probleme. Es geht, wie in Winnipeg, sehr schnell. Als Mietwagen will er mir einen Nissan „Irgendwas“ geben. Ich mache ein trauriges Gesicht und frage, ob er nicht etwas amerikanisches hätte? Er druckst ein bißchen herum und wühlt geschäftig in seiner Kartei mit den Schlüsseln. Während er sucht, sage ich etwas launig, dass ich mit einem Grand Cherokee oder behelfsweise einem GMC Yukon ganz zufrieden wäre. Dann kommt er mit zwei Schlüsseln wieder. Er hat einen Ford Flex oder einen – bingo – Jeep Grand Cherokee. Keine Frage, dass ich den Cherokee nehme. Irgendwie habe ich mit Mietwagen meistens Glück. Dieser hier ist so neu, dass ich der allererste Fahrer bin. Gerade mal 60 km auf dem Tacho!

Dann machen wir uns auf den Weg nach Abbotsford, wo uns eine (entfernte) Tante schon mit dem Abendbrot erwartet. Unterwegs machen wir noch Halt in der Mall@metropolis in Burnaby. Mein Sohn hofft hier, irgendwelche besonderen Schuhe von Nike „Airmax“ zu bekommen. Leider ist die Enttäuschung groß, denn obwohl er den Schuh in der Hand hält, ist er in seiner Größe komplett ausverkauft. So geht es zurück auf den Highway und alles ist so vertraut vom letzten Mal, dass ich den Weg sogar ohne Navi finde.

Hier noch einige Eindrücke von der Fahrt nach Abbotsford.

Vancouver
Vancouver

Vancouver
Wie schön, wieder hier zu sein!

Vancouver
Wer denkt noch an die Prärie?

Port Mann Bridge
Port Mann Bridge (Mautpflichtig!)

Highway 1
Auf dem Highway #1 Richtung Abbotsford.

Highway 1

Abbotsford
Ausfahrt Abbotsford.

Abbotsford
Heute mal kein Regen, sondern klare Sicht.

Abbotsford
Unser heutiges Ziel, der Garden Valley Tower in Abbotsford. Übrigens eine Seniorenresidenz mit Gäste-Apartments.

Abbotsford
Unser Apartment für heute.

Abbotsford
Blick aus dem Apartment.

Der Vergleich Manitoba / B.C. fällt eindeutig zu Gunsten von B.C. aus. Die Natur ist hier schon deutlich weiter und dann, diese Berge! Man kann sich nach einer Woche Manitoba gar nicht sattsehen an der grünen Üppigkeit der Wälder.
Der Abend mit unserer Tante (übrigens, 89 Jahre alt und immer noch fit wie ein Turnschuh) ist mit angeregten Gesprächen ausgefüllt, ehe wir dann gegen 22 Uhr in´s Bett fallen. Wir bleiben nur die eine Nacht hier und morgen geht es dann weiter in Richtung Okanagan Valley / Kelowna.

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