//Canada 2017 – Prärie und Rockies / Tag 2

Canada 2017 – Prärie und Rockies / Tag 2

Von |2018-07-11T14:56:45+00:00Mai 9th, 2017|Reise: Canada 2017 - Prärie und Rockies|0 Kommentare

Canada 2017 – Prärie und Rockies / Tag 2

Tag 2 empfängt uns mit einem wunderschönen Sonnenaufgang. Wir haben gut geschlafen und der Jet Lag hält sich in Grenzen.

Sonnenaufgang

Sonnenaufgang

Dank des Express Check Out sind wir nach 1 Min. raus aus dem Hotel und machen uns per Shuttle auf den Weg zum Flughafen. Ich habe mir die WestJet App schon vor einiger Zeit installiert und damit gestern auch problemlos eingecheckt. Am Flughafen gibt es bei WestJet Self-Service Kiosks, dort drucken wir unsere Bordkarten und die Transport Tags für das Gepäck aus. WestJet hat hier viel Arbeit auf den Kunden abgewälzt: alles rund um das Einchecken und Baggage drop off erledigt man selber. Zur Gepäckabgabe gibt es vollautomatisierte Förderbänder, man legt seinen Koffer auf, scannt die Bordkarte und bestätigt, dass man Besitzer des auf dem Band eingescannten Koffers ist und dann geht alles von alleine. Theoretisch. Denn wie immer in unserer übertechnisierten Welt geht das gerade nicht, wenn wir es machen wollen.
Baggage drop off, self-service Kiosk.

Baggage drop off, self-service Kiosk.

Baggage drop-off

Hier gehört der Koffer drauf und links scannt man seine Bordkarte ein.

Bei uns streikt die Anlage natürlich. Die gescannten Koffer werden einfach nicht abtransportiert. Noch 15 Min bis zum Boarding und wir sind noch nicht mal durch die Security. Man erklärt uns, dass es etwa 15 Min dauern wird, bis die gesamte Anlage rekalibriert ist. Da wir nicht so lange Zeit haben, schickt man uns samt Gepäck schließlich zum klassischen Schalter, wo unser Gepäck ganz normal entgegen genommen wird.

Der Flug mit WestJet ist sehr angenehm. Wir sitzen in einer brandneuen 737-700, bei der mir als erstes die im Vergleich zu sonst größeren Fenster auffallen.

Plane window

Größere Fenster an Bord.

Abflug Toronto

Abflug Toronto

Enroute Map auf der WestJet App

Enroute Map auf der WestJet App

Die zweite, sehr positive Überraschung ist die WestJet App, die neben Enroute Navigation auf interaktiver Karte auch Filme per WLAN streamt. Damit spart sich WestJet die sonst auch bei innerkanadischen Flügen üblichen Bildschirme in der Rückenlehne und man kann aus einem breiten Bordprogramm kostenlos(!) Filme schauen. Passend zu den Turbulenzen über dem Huronsee schauen wir „San Andreas“, einen Film über Erdbeben. Je näher wir Manitoba kommen, umso dichter wird die Bewölkung und die anfangs sehr gute Sicht auf das Land unter uns ist dahin. Im Landeanflug auf Winnipeg können wir dann sehen, dass Manitoba in Sachen Frühling noch hinterher hinkt, alles wirkt grau in grau und man sieht nur endlose Felder. Der Flughafen Winnipeg wirkt auch nicht viel erfreulicher. Zumindest aber bekommen wir unser Gepäck sehr schnell. Vorteil eines kleineren Flughafens.

Felder, soweit das Auge reicht.

Felder, soweit das Auge reicht.

Irgendwo dahinten ist Downtown Winnipeg.

Irgendwo dahinten ist Downtown Winnipeg.

Als wir den Flughafen Richtung Autovermietung verlassen, klart sich der Himmel jedoch zusehends auf. Die Fahrzeugübergabe ist eine Sache von wenigen Minuten. Wir haben bei Rentfox gebucht, aber das interessiert am Schalter niemanden. Voucher angeschaut, Führerschein gecheckt und Kreditkarte eingelesen, Vertrag unterzeichnet und dann 2 Autos angeboten: entweder einen KIA Sorento oder einen nagelneuen Dodge Journey mit 1088km auf der Uhr. Für den entscheide ich mich auch. Gut, dass ich mein Navi von zu Hause mitgenommen habe, denn das hat er nicht drin. Ansonsten ist er von der Ausstattung her völlig zufriedenstellend. Und einen ordentlichen Funkschlüssel hat er auch. Neugierig drücke ich darauf herum während ich vor dem Auto stehe und erschrecke tierisch, als der Wagen auf einmal anspringt. Nette Spielerei, den Wagen schon anzulassen, während man mit Händen voller Einkaufstüten über den Parkplatz geht… 🙂

Durch die Zeitverschiebung und den fast 2 1/2 h währenden Flug haben wir Hunger. Also, wohin? KFC wäre das Richtige. Das Navi führt uns zum „Polo Park“, einer großen Mall, welche wir noch von unserem Besuch im Februar letzten Jahres her kennen. Dort gibt es erstmal zwei große Buckets Chicken und anschließend einen kleinen Schaufensterbummel.

Es ist jetzt kurz nach 12 Uhr Mittags und wir können erst ab 3 Uhr in unser Hotel. Also beschließen wir, mal ordentlich den Wagen zu testen und eine Strecke durch die Prärie zu fahren. Ursprünglich war meine Idee, den Riding Mountain National Park im Westen Manitobas zu besuchen, doch ein Blick auf das Navi und die dort angezeigte Fahrzeit von fast 4h bis dorthin lassen uns davon Abstand nehmen. So kommen wir überein, zwar in diese Richtung zu fahren, aber nur so lange, bis es einem von uns zu viel wird, dann drehen wir um. Die Abstimmung zwischen Vater und Sohn klappt perfekt und ohne viele Worte. Am Ende fahren wir fast 5h und über 360km. Vater fährt, Sohn hört seine Musik und alles ist perfekt. Bis auf den Regen, der uns über weite Teile der Fahrt begleitet.

Raus aus Winnipeg

Raus aus Winnipeg

Trans Canada 1

Straßenschilder

Straßenansichten

Straßenansichten

"<yoastmark

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on the road

….und Regen

Wenn die Bilder hier etwas eintönig wirken, so kann man mit Fug und Recht sagen: die Prärie IST eintönig. So eintönig, dass man sich schon freut, wenn ein paar Grashalme hochkant stehen, wie mein Sohn sagt. Das Auge hat buchstäblich nichts, an dem es sich festhalten kann. Auch die Ortschaften, welche wir unterwegs passieren, scheinen diese Eintönigkeit angenommen zu haben – nichts erfreut den suchenden Blick. Und ich schaffe es auf der Strecke von Gladstone nach Austin 24km nur geradeaus zu fahren, ohne jegliche Bewegung des Lenkrads. Der strömende Regen auf der Rückfahrt lässt alles noch trostloser aussehen.

Das ist nun nicht erfreulich, denn in Sachen Auswanderung sind wir momentan auf die Provinz Manitoba angewiesen. Und zwar in der Form, dass wir eine Einladung im Rahmen des Provincial Nominee Program Manitoba erhalten haben und dies quasi die Provinz sein wird, in welche wir übersiedeln. Die Begeisterung meines Sohnes (und auch meine eigene) hält sich ob des heute Gesehenen aber arg in Grenzen. Auch, oder gerade, weil wir ja schon im Februar 2016 bei -24 Grad und viel Schnee hier waren. Und auch da war die Trostlosigkeit der Landschaft nicht zu übersehen.

Wir erreichen schließlich gegen 17 Uhr unser Hotel Best Western Pembina Suites. Der Regen hat zum Glück aufgehört und das Hotel macht keinen schlechten Eindruck. Es liegt fast unmittelbar am Ufer des Red River, der sich durch ganz Winnipeg zieht.

Um den Tag abzurunden, wollen wir noch ein wenig shoppen gehen. Dazu kommt uns die neueröffnete „Outlet Collection Winnipeg“ gerade recht, die knapp 10 Autominuten vom Hotel entfernt liegt. Und wirklich, bei Levis ergattern wir 2 Jeans für zusammen knapp 70€. Das, und die Tatsache, dass Winnipeg in den äußeren (Neubau-)Gebieten nicht gar so trostlos ist, lässt uns mit diesem Tag versöhnen. Nach einem kleinen Abendimbiss fallen wir schließlich in`s Bett. Beziehungsweise, der Sohn. Der Vater hat noch einen Reisebericht über Toronto zu schreiben.

Morgen geht es dann weiter mit der Fahrt nach Winkler, nahe der amerikanischen Grenze.

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