British Columbia

Es ist einfach unwirklich. Nicht zu beschreiben. Kulturschock. Naturschock. Kanada. Alles, was man mit dem Land im Allgemeinen verbindet, ist mit unserem Umzug nach British Columbia plötzlich Wirklichkeit geworden. Wie weggeblasen sind 4 Monate Manitoba. Wir sitzen hier und schauen uns immer wieder ungläubig an. Sollte es wahr sein, dass wir in diesem vom Schöpfer offensichtlich geliebten Landstrich leben dürfen?

Der Reihe nach. Die letzte Nacht im Hotel in Winkler verlief durchwachsen. Kaum, dass ich 4h geschlafen hätte. Es war warm. Und relativ laut. Und mir gingen tausend Dinge durch den Kopf, die noch erledigt werden mussten. Um 6:30 Uhr morgens stahl ich mich aus dem Hotelzimmer und fuhr ins Haus zurück. Packte die letzten Sachen in die Umzugsbox. Reinigte das Haus. Kurz nach 9 Uhr war ich fertig und freute mich, dass der Rest der Familie vom Packstress verschont geblieben war.

Die Zeit bis 11 Uhr verbrachten wir mit dem Auschecken aus dem Hotel, Bestellen eines Nachsendeauftrags auf der Post und dem Verstauen unserer Sachen im Auto. Pünktlich um 11 Uhr kam die junge Dame der Hausvermietungsfirma. Die Übergabe lief absolut reibungslos und war nach 10 min vorbei. Dann kam uns die Idee, bei U-Haul anzurufen, ob wir um 13 Uhr bei der Abholung der Box vor Ort sein müssten? Nein, müssen wir nicht. Da hatten wir plötzlich frei und beschlossen, ein letztes Mal an den Lake Minnewasta zu fahren, der uns in den zurückliegenden Wochen so lieb geworden war.

Als ob er uns zum Abschied noch einmal besonders beeindrucken wollte, lag der See eben und glatt vor uns und lieferte uns ein herrliches Spiegelbild des Himmels. Nach knapp 2h lösten wir uns und fuhren nach Winnipeg. Auch unterwegs bewunderten wir noch einmal den grandiosen Big Sky.

Lake Minnewasta
Minnewasta

Big Sky
Big Sky
Best Western Winnipeg
Hotel Winnipeg

Unser Hotel in Winnipeg war das Best Western Airport. Nah am Flughafen gelegen, bot es zumindest für diese eine Nacht trotz Straßenlärm einigermaßen Ruhe. Am nächsten Morgen, dem Abflugtag nach British Columbia, ging dann alles wie am Schnürchen. Wir führen zum Flughafen, gaben das Auto (ohne $100 Einweggebühr 🙂 ) und unser Gepäck ab, was trotz Übergewichts reibungslos lief und mussten nach der Sicherheitskontrolle nur noch 15 min bis zum Boarding warten. Perfektes Timing. Der 2.5h Flug war unspektakulär, der Kleine schlief fast 1h bis kurz vor der Landung und so war ich froh, dass wir nicht mit dem Auto gefahren waren.

Und plötzlich – diese Natur

Kelowna empfing uns freundlich in Form eines kostenloses Upgrades für unseren Mietwagen. Die folgende Fahrt nach Vernon rief bei meinen beiden Damen wechselweise entzückte und erstaunte Ausrufe hervor. Zwar hatten sie das Okanagan Valley zuvor schon auf Bildern bewundert, aber diese Natur im Original zu erleben, war noch einmal etwas ganz anderes.

Nach einer kurzen Ruhezeit im Hotel führte uns unser Weg hinaus in die Natur. Wir fuhren zu einem Wasserfall und Wanderpfad, den ich bereits vor zwei Jahren erkundet hatte. Der BX Trail liegt inmitten eines bewaldeten Bergrückens und führt zu den BX Falls. (BX ist der Name eines Stadtteils von Vernon, der auf die ehemalige Kutschenlinie Barnards Express Stagecoach Line zurückgeht, welche an dieser Stelle eine 6000 acre große Pferderanch betrieb).

Landeanflug British Columbia

Man kann die klare, würzige Luft und die Ausblicke, die wir unterwegs genossen, nicht mal ansatzweise beschreiben. Welch eine wohltuende Abwechslung zu den flachen Prairien Manitobas. Gern stelle ich hier ein paar Bilder ein, um Euch wenigstens etwas teilhaben zu lassen.

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