Blackout.

Von |2018-07-11T14:56:45+00:00Juli 6th, 2018|05: Antragsbearbeitung CIC|0 Kommentare

Blackout

So muss sich das Ende anfühlen. Oder zumindest fast. Vielleicht noch etwas dramatischer, weil dann gar nichts mehr geht. Aber unser kleines persönliches Blackout hatten wir die letzten paar Tage. Nichts ging mehr, zumindest, was das Internet anbetrifft. Plötzlich bist Du abgeschnitten: von eMails, von News, Whatsapp, kannst keine Bestellungen tätigen, nicht mal eben schnell googlen, Routen online planen und ja, nicht mal telefonisch erreichbar bist Du. Ist das Internet weg (bzw. liegt kein DSL zu Hause an), kannst Du weder raustelefonieren noch bist Du telefonisch erreichbar. War schon richtig, damals auf IP-Telefonie umzustellen. So merkst Du plötzlich, wie ruhig es zu Hause wird, wenn nicht ständig das Telefon klingelt. Hey, Leute, das hat was.

Wenn einem also solches widerfährt, merkt man erst einmal WIE abhängig man von der Technik ist. Die Kinder lümmeln gelangweilt auf dem Sofa: „wann geht denn das Internet wieder?“. Wo man sonst in den raren Pausen der Kleinkindbetreuung mal eben schnell einen Blogbeitrag geschrieben oder eine Recherche gemacht hat, hat man auf einmal viel Zeit die verschwommenen Dinge rund um den Rand des Displays wahrzunehmen.

Die beste Erfahrung ist aber die mit der Hotline unseres Providers. Ich nenne den jetzt mal nicht, sonst gibt es noch Ärger wegen Schleichwerbung. Nach 4h Blackout, sämtlichen Versuchen, per FritzBox – Reset dem DSL wieder Leben einzuhauchen und den dazwischen nervenden „Mal geht es, aber dann ist es gleich wieder weg“-Versuchen gebe ich auf. Rufe die Hotline unseres Anbieters an, die ich natürlich über unsere grottig langsame Mobilfunkverbindung heraussuchen muss. Besetzt. Noch ein Versuch, diesmal klappt es. Zuerst ein Computermenü („Wenn Sie eine technische Frage haben, sagen Sie Eins…“). Meine Güte, wie ich das nicht leiden kann. Dann Minuten in der Wartemusik. Soll beruhigend wirken, ist es aber irgendwie nicht. Dann eine nette Dame am Telefon. Ob ich denn schon mal den Stecker von der Fritzbox raus- und reingemacht habe? Ob ich denn noch telefonieren könnte? (Mal so eine bescheuerte Frage, ich habe doch IP-Telefonie!)

Dazwischen immer wieder Geräusche im Handy wie einstmals 1990. Schlechter Empfang bei vollem Ausschlag der Empfangsanzeige. Zwischen Wortfetzen und Quitschen in der Leitung verstehe ich, dass „…lokale Störung….20h behoben…schicken Ihnen SMS…ja, wenn es geht, SMS….wie bitte?…ach so, SMS wenn es geht…Geduld……Leitungspartner anfragen…“

Gut, das haben wir also geklärt. Ich übersetze meinen Kindern: die Telekom arbeitet am DSLAM (habe ich vorgestern gesehen), schaltet vermutlich neue Leitungen auf oder baut an der Vermittlungsstelle, deshalb bekommt unser DSL kein Connect zur Verbindungsstelle und wenn wir schön geduldig sind, geht das Internet vielleicht in 20 Stunden wieder. Wer jetzt rät, dass es 4 Tage gedauert hat, bis wir wieder stabiles Internet hatten, der liegt richtig. Aber, was soll’s. Kleiner Spaß zwischendurch.

 

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